UV Strahlen im Summer Hacks Blog von True Organic Cosmetics
|Isabella Engelberger

Summer-Hacks Part 1 / 4

UV-Strahlen: Die unsichtbare Schere

 

Hey meine Liebe,

die warmen Tage sind endlich da! Die meisten von uns haben im Sommer ihre Hautpflege perfekt im Griff: Ohne Sonnencreme geht es nicht nach draußen. Aber was ist eigentlich mit unseren Haaren?

Oft wundern wir uns nach dem Urlaub, warum das Haar völlig strohig ist, die Farbe ausgeblichen wirkt und die Spitzen regelrecht wegbrechen. Viele schieben die Schuld auf das Salz- oder Chlorwasser. Doch der wahre Haupttäter kommt von oben: Es sind die unsichtbaren UV-Strahlen.

Heute starten wir in unsere neue "Summer-Hacks"-Serie und schauen uns an, was die Sonne wirklich mit deiner Haarstruktur macht und wie du dein Haar ganz ohne Silikone schützen kannst.

 

1. Dein inneres Gerüst: Was macht Keratin eigentlich?

Um zu verstehen, warum die Sonne so gefährlich ist, müssen wir kurz in dein Haar hineinschauen. Dein Haar besteht zu etwa 85 bis 90 % aus Keratin. Das ist ein extrem starkes, faseriges Strukturprotein.

Diese Keratinfasern sind nicht einfach lose im Haar verteilt, sondern fest miteinander verknüpft – durch sogenannte Schwefelbrücken (Disulfidbrücken). Stell dir diese Brücken wie die Querverstrebungen in einem Baugerüst vor. Sie geben deinem Haar seine Form, seine Elastizität und seine enorme Reißfestigkeit. Solange dieses Gerüst intakt ist, kann dein Haar gedehnt, gebürstet und gestylt werden, ohne zu brechen.

 

2. Die unsichtbare Schere: Wie UV-Licht das Gerüst zerstört

Wenn UV-A- und UV-B-Strahlen der Sonne ungefiltert auf dein Haar treffen, passiert im Inneren eine photochemische Reaktion. Die energiereichen Strahlen wirken buchstäblich wie eine unsichtbare Schere.

Proteinverlust: Die UV-B-Strahlen zerschneiden die starken Schwefelbrücken deines Keratin-Gerüsts. Das Haar verliert von innen heraus seine Stabilität und wird brüchig.

Farbverlust: UV-A-Strahlen dringen noch tiefer ein und oxidieren die Farbpigmente (Melanin) in deinem Haar. Das ist der Grund, warum Haare im Sommer "ausbleichen". Was oft als schöner "Sun-Kissed"-Effekt gefeiert wird, ist biologisch gesehen leider ein massiver Strukturschaden.

Feuchtigkeitsverlust: Durch die zerstörte Struktur im Inneren heben sich die äußeren Schuppen deines Haares. Die gesamte Feuchtigkeit verdunstet in der Hitze.

 

3. Sonnenschutz ohne Silikone: Geht das?

Die konventionelle Kosmetik setzt im Sommer oft auf UV-Sprays mit dicken Silikonen. Das Problem: Silikone versiegeln das Haar zwar wasserdicht, heizen sich unter der prallen Sonne aber auf und können wie ein Brennglas wirken. Zudem trocknet das Haar unter der Plastikschicht gnadenlos weiter aus.

Echter Schutz ohne Silikone funktioniert über zwei Wege: Mechanisch und antioxidativ. Mechanischer Schutz ist der einfachste: Trag in der direkten Mittagssonne einen schönen Sonnenhut oder ein Seidentuch.

 

4. Deep Dive: So repariert Biokosmetik dein Haar

Wenn das Haar der Sonne ausgesetzt ist, müssen wir freie Radikale abfangen und das zerschnittene Gerüst reparieren. Dafür nutzen wir zwei absolute Power-Wirkstoffe:

A) Pflanzliches Vitamin E (Tocopherol)Der Antioxidantien-Schutzschild

UV-Strahlung erzeugt im Haar sogenannte "freie Radikale" – aggressive Moleküle, die gesunde Zellen angreifen und die Zerstörung des Keratins erst richtig in Gang setzen. Pflanzliches Vitamin E ist eines der stärksten natürlichen Antioxidantien. Es fängt diese freien Radikale ab und neutralisiert sie, bevor sie die Schwefelbrücken zerschneiden können. Es wirkt quasi wie ein unsichtbarer Bodyguard für deine Haarfasern.

Deine Routine: In unserer Haarmaske The Glowy One haben wir dieses pflanzliche Vitamin E mit nährendem Makadamiaöl kombiniert. Knete vor dem Sonnenbaden einfach eine kleine Menge in die Längen. Du kannst deine Haare gerne eindrehen oder mit einem Tuch umwickeln. Es füllt die Feuchtigkeitsdepots sofort auf und schützt das Haar durch den starken Antioxidantien-Komplex vor weiterer Zerstörung.

B) Pflanzliches WeizenproteinDer Keratin-Flicker

Wenn die Sonne die Keratinbrücken bereits beschädigt hat, reicht Feuchtigkeit allein nicht mehr aus. Das Baugerüst muss geflickt werden! Hydrolysiertes Weizenprotein hat eine mikroskopisch kleine Struktur. Es kann tief durch die aufgeraute Schuppenschicht bis in den Cortex wandern. Dort lagert es sich exakt an den zerschnittenen Keratin-Lücken an und baut die Fasern wieder auf.

Deine Routine: Nach einem langen Strandtag wäschst du Salz und Schweiß am schonendsten mit unserem Basenshampoo The Essential One (dank Sesam- und Olivenöl trocknet es null aus) aus. Danach nutzt du unsere Haarspülung The Shiny One. Sie enthält genau dieses Weizenprotein in Kombination mit purem Aloe Vera Ursaft. Sie repariert die Sonnenschäden von innen und schließt die Schuppenschicht wieder glatt an.

 

Mein Profi-Tipp für den Strand: Nimm ein bisschen reines Leitungswasser in einer Sprühflasche mit an den See oder Strand. Sprühe dein Haar leicht feucht und knete dann direkt einen Teelöffel (oder bei langen Haaren einen Esslöffel) The Glowy One hinein. Wenn das Haar schon mit Süßwasser und pflegenden Lipiden "satt" ist, kann es das schädliche Chlor- oder Salzwasser beim Schwimmen gar nicht mehr so stark aufsaugen!

Komm gut geschützt in die warme Jahreszeit und pass auf dein Haar-Gerüst auf!

Wir lesen uns bei der nächsten Folge von unseren Summer-Hacks.

Fühl dich gedrückt 🫶🏻

Alles Liebe,

Isabella